🇵🇹 Portugal · Leiria
Nazaré - Praia do Norte
Praia do Norte in Nazaré ist die Heimat der größten je gesurften Wellen der Erde. Der vorgelagerte Nazaré-Canyon bündelt langperiodige NW-Atlantik-Swells zu gigantischen Keilen: Wenn der durch den Canyon gefunnelte und der seitlich laufende Swell kurz vor Strand wieder zusammentreffen, addieren sie sich — bei leichtem NE-Offshore-Wind, der die Welle zusätzlich aufsteilt, entstehen Riesen bis über 26 Meter. Selbst an kleinen, paddelbaren Tagen ist es ein brutaler, schwerer Barrel mit heftigen Strömungen und Shorebreak — ausschließlich für erfahrene Profis und Tow-in-Teams. Zuschauer beobachten das Spektakel am besten vom Leuchtturm und Forte de São Miguel Arcanjo hoch über dem Strand.
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Aktuelle Bedingungen
Verlässlichkeit mittel, Spot-kalibriert, Tide Flut (ideal: Ebbe).
Wellenhöhe
Swell aus NW · 321°
Periode
gemischt
Wind
moderat · aus N
Surfbar, aber lasch: 2.5 m Welle bei 17 km/h Wind aus N.
Stand · 10.06. · 08:00 UTCTeils bewölkt
17 km/h
moderat · N · Böen 36
40 %
0.0 mm
2.1
Neopren
15 °C Wasser15 °C gefühlt
3/2 mm Fullsuit
Wassertemperatur 15 °C — kühle Session, voller Neoprenanzug.
Sonnenschutz
UV-Index · 2.1
Geringes UV — kein Sonnenschutz zwingend nötig.
Heute klarer Sonnenuntergang erwartet
Sonne unter um 20:03 UTC · Aufgang 05:08 UTC
Wenig Bewölkung zur Abendstunde, ideal für Sonnenuntergangs-Sessions.
7-Tage-Forecast
Tag antippen, stündlicher Verlauf, Gezeiten und Wetter auf einer Zeitleiste.
Heute
08:00
Tagesverlauf, Welle & Wind
Gezeiten, Flut (hoch) & Ebbe (niedrig)
Stunde antippen, Nacht gestaucht
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Spot-Guide
Recherchiertes Spot-Wissen, Mechanik, Lokal-Tipps und Stimmen aus der Community.
Wann der Spot läuft
Praia do Norte ist die größte rittbare Welle der Welt. Der vorgelagerte Nazaré-Canyon (bis ~5 km tief, ~227 km lang) teilt einen großen, langperiodigen NW-Atlantikswell: ein Teil läuft durch die Canyon-Rinne mit voller Geschwindigkeit und Energie und wird zur Küste hin gebrochen, der andere läuft seitlich des Canyons. Treffen beide kurz vor dem Strand wieder zusammen, addieren sie sich zu einem riesigen Keil ('constructive triangle interaction'); die ablaufende Strömung vom Strand und ein NE-Wind addieren nochmals Höhe. Ideal: langperiodiger Grundswell aus W bis NW (16–20 s) auf die Canyon-Achse, leichter NE/E-Offshore, mittlere auflaufende Tide. An den XXL-Tagen wird per Jetski getowt; an kleineren Tagen ist es ein schwerer, hohler, schneller Beachbreak-Barrel.
Bester Wind ist leichter bis mäßiger ablandiger Wind aus NE bis E/SE. Leichter/glassy Wind funktioniert ebenfalls. Eine Besonderheit: NE-Wind wirkt am Nazaré-Canyon konstruktiv mit – er bremst die heranlaufende Welle ab und kann sie zusätzlich aufsteilen, statt sie nur zu glätten. Starker auflandiger W/SW-Wind zerstört die Welle und macht das Lineup gefährlich-kabbelig.
Break-Richtung
beide (Peak mit Links und Rechts) – die Lefts laufen vom Kliff/Leuchtturm weg und sind die eigentlich gerittene Welle; die Rechten brechen Richtung Felsen ('death zone') und werden nur an den größten Tagen von Tow-in-Teams gefahren
Wind
offshore
Untergrund
Sand (Sandbank); die Welle bricht über dem inneren Sandbar. Direkt vor der Rechten liegen die Felsen unterhalb des Leuchtturm-Kaps.
Beste Gezeit
mittlere Tide
Beste Saison
Oktober bis März; die echten XXL-Tage (Tow-in-Sessions, WSL Big Wave) konzentrieren sich auf November bis Februar bei langperiodigem NW-Grundswell (16–20 s).
Andrang
An XXL-Tagen kein klassischer Andrang im Wasser (nur eingeladene Tow-in-Teams mit Jetski-Safety), dafür enormer Zuschauer-Andrang an Leuchtturm/Fort. An kleineren, paddelbaren Tagen surfen erfahrene Locals und Reisende den Beachbreak; das Lineup ist dann überschaubar, weil der Break abschreckt.
Gut zu wissen
Bis in die frühen 2000er galt Praia do Norte unter der lokalen Fischer-Gemeinde als unsurfbar/zu gefährlich; Pionier Dino Casimiro begann dort zu erkunden und lud später Garrett McNamara ein. 2011 ritt McNamara hier den damaligen Weltrekord (23,8 m / 78 ft). Größte je vermessene gesurfte Welle: Sebastian Steudtner, Februar 2024, 26,21 m (86 ft), von der WSL bestätigt. 'Klein und mal reinschauen' gibt es hier nicht – selbst an kleinen Tagen ist es ein ernster Break; die Rettungsinfrastruktur ist auf den Pro-Zirkus ausgelegt, nicht auf Gelegenheits-Besucher. Surf-Schools und Einheimische lehren ihre Kinder grundsätzlich nicht hier, sondern an der Praia da Vila.
In der Nähe: Praia da Vila (auch Praia da Nazaré genannt) – der Hauptstrand der Stadt auf der Südseite des Kaps. Geschützter, kleiner, deutlich berechenbarer, mit beflaggten Badezonen und einfachem Einstieg; genau hier lernen die Locals und ihre Kinder surfen – der anfängerfreundliche Gegenpol zu Praia do Norte. Etwas weiter südlich bietet die Region rund um São Martinho do Porto eine sehr geschützte Bucht (flachwassrig, fast wellenlos – eher Bade-/Familienspot).
Vorsicht
Extrem starke Strömungen und Rip-Tides; sehr steiles Strandprofil, das Badegäste und Surfer blitzschnell aufs Meer hinauszieht und weit den Strand hinunter versetzt. Brutaler Shorebreak/Shore-Pound, kaltes Winterwasser, Felsen unterhalb des Leuchtturm-Kaps ('death zone' vor der Rechten). Riesige, schnell wechselnde Wellenberge; an großen Tagen ohne Jetski-Safety lebensgefährlich. Kein Spot für Anfänger.
Sonnenuntergang
Bester Platz: das Hochplateau Sítio mit Forte de São Miguel Arcanjo und dem Farol da Nazaré (Leuchtturm) direkt über Praia do Norte – von der Festungsmauer und den Leuchtturm-Terrassen blickt man auf die Wellen und den Atlantik, in den die Sonne abends im Westen/NW versinkt. Tipp für ein erhöhtes, ruhigeres Panorama: die Straße am Friedhof entlang führt zu einem höheren Aussichtspunkt über Norte-Strand, Leuchtturm und Stadt. Auch der Hauptbalkon (Suberco) im Sítio und der obere Bereich der Standseilbahn-Treppen eignen sich für den Sonnenuntergang.
Stimmen zum Spot
„Praia do Norte is a heavy break even on its small days; the rips, the cold and the shore pound make it inappropriate for first-week surfers. There is no honest version of 'I'll just go out and have a look at small Nazaré.'"
„The lefts at Nazaré are what you're really looking for... the rights are for the biggest waves only and are rarely surfed because if you fall, you're going to get ping-ponged around the 'death zone'."
Surfer.com – Everything You Need To Know Before Surfing Nazaré ↗
„Nazaré's inside sand bar produces heavy, hollow tubes, making it an A+ beach break barrel on small days."
„The current coming from the beach in the opposite direction adds a few more meters to the waves, and the wind interaction can also be constructive with a Northeast (NE) wind."
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- Spot-Typ
- Beach Break
- Wellenrichtung
- Peak
- Typische Wellengröße
- 2.0-20.0 m
- Beste Saison
- Winter
- Untergrund
- Sand
Bewertungen
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